04.03.2022 von Madita Thomas & Dr. Jörn Grapp

Ob Entwickler:in, Projektleiter:in oder in einer anderen Rolle für neuland tätig: Lebenswege und berufliche Entwicklungen verlaufen völlig unterschiedlich. So hat nicht jede:r Entwickler:in Informatik studiert und nicht jede:r Projektleiter:in hat eine Ausbildung im Projektmanagement absolviert. Es ist daher spannend zu sehen, wie das bei uns in der Firma ist: Wer sind die Menschen hinter dem Bildschirm, mit denen wir im Arbeitsalltag zu tun haben? Welchen Background und welche Erfahrungen haben sie? Wir möchten noch mehr übereinander erfahren, uns besser kennenlernen, neue Kolleg:innen mit einbeziehen und zeigen, wie viele tolle Menschen bei neuland mitarbeiten. Neu- und Bestandskund:innen, bestehende Mitarbeiter:innen und neuen neuländer:innen oder auch solche, die es mal werden möchten, wird näher gebracht, mit wem sie (zukünftig) zusammenarbeiten.

Zuvor haben wir in der Reihe "Wer ist eigentlich…?" bereits Doreen Becker vorgestellt. Heute möchten wir gerne von unserem Kollegen Benjamin Schindler erzählen. Seit April 2019 unterstützt er neuland als Projektleiter.

"Wir entscheiden im Team."

Als Projektleiter:in bei neuland geht es v.a. darum, dass Steine aus dem Weg geräumt werden. Es hängt davon ab, was man gut kann, wie man sich letztlich im Team und bei neuland einbringt. Benjamin hilft dem Team also z.B. ungeklärte Fragen und Anforderungen zu lösen. Als Scrum Manager moderiert er Retrospektiven und andere Scrum Meetings (z.B. Daily Scrum) und organisiert die Teamarbeit (z.B. Termine). Gleichzeitig ist Benjamin eine Art Key Account für seine Kund:innen und damit Ansprechpartner für diverse Fragen. Projektleiter:innen achten mit darauf, dass die Stunden des Teams gebucht werden, schreiben dann bei neuland auch die Rechnungen und arbeiten in enger Abstimmung mit der Verwaltung zusammen. "Führungsverantwortung im Sinne eines Teamleiters hat man nicht. Es ist mehr ein im Dialog mit den Kolleg:innen sein. Entscheidungen werden nicht allein, sondern im Team getroffen." Darüber hinaus engagiert sich Benjamin in der Betreuung der Azubis und unterstützt neuland beim Recruiting, wenn z.B. Jobanzeigen geschaltet werden müssen oder es um persönliche Empfehlungen für potentielle neue neuländer:innen geht.

"Ich hatte das Gefühl, in einer Firma zu starten, die ich bereits kenne."

Der 38-jährige Familienvater von zwei Kindern hat vor seinem Start bei neuland im April 2019 zuvor acht Jahre in Düsseldorf im Bereich Logistik eCommerce gearbeitet und danach remote von Bremen aus, wo er sich zusammen mit seinem Vater Büroräume geteilt hat. Vorab hat Benjamin angefangen, Biologie an der Universität Bremen zu studieren. Hat sich dann aber dazu entschieden, zur Fachhochschule zu wechseln und BWL zu studieren. "Es hat mir Spaß gemacht, ich habe aber gemerkt, dass ich damit nicht mein Geld verdienen möchte. Mir wurde klar: Ich möchte mit Menschen arbeiten!"

Benjamin ist schließlich auf Empfehlung aus dem privaten Umfeld zu neuland gekommen. In Gesprächen vor der Bewerbung wurde deutlich, dass es nicht unbedingt um ganz bestimmte Erfahrungen geht, die man vorweisen kann. "Es geht um die Arbeit mit Menschen, man muss im Team Arbeiten können, ein Gespür haben wie das Team tickt. Man ist Schnittstelle zwischen dem Team und dem Kunden und diese Beziehung ist immer individuell und geht über das hinaus, was in der Stellenbeschreibung steht." Benjamin hatte das Gefühl, in einer Firma zu starten, die er bereits kennt und sich direkt angenommen fühlte. Das erste Eis war daher schnell gebrochen.

"neuland ist gelebte Demokratie."

An seiner Tätigkeit bei neuland gefällt ihm besonders, dass es abgesehen von Terminen (und davon gibt es schon einige!) im Kalender, eigentlich keinen Einheitstag gibt. "Ich mag die Arbeit im Team und mit mehreren an einem Ziel zu arbeiten." Benjamin bezeichnet sich selber eher als harmoniebedürftig und jemanden, dem gegenseitige Unterstützung wichtig ist. Er sieht sich als lösungsorientierten Pragmatiker, der gerne die Fäden zusammenhält, Menschen hilft und zusammenbringt. "Ich gehe eigentlich nie mit der Faust in der Tasche zur Arbeit. Naja, manchmal sind Kund:innenbeziehungen herausfordernd (und lacht). Auch neuland selbst kann manchmal etwas speziell aufgrund seiner ausgeprägten Diskussionskultur sein."

Im Studium hat ihm das Verschulte geholfen, aber jetzt im Berufsleben ist er so zufrieden, wie es ist, ohne sich profilieren zu müssen. Bei neuland gibt es viel Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit, egal in welcher Rolle. "Es gibt wenig Regeln und jede:r kann selbstorganisiert arbeiten, sich einbringen und dabei selbst bestimmen, wie viel man sich einbringen will oder kann." Auch wenn mal der Fall eintritt, dass es zwischen Kolleg:innen Probleme geben sollte, wird sich zusammengetan und gemeinsam nach einer eigenverantwortlichen Lösung gesucht. "Ich finde es wirklich super, dass wir keine klassischen Hierarchien haben. Führung findet bei uns anders statt." Bei neuland lernt man vor allem im Austausch mit Kolleg:innen dazu, sowohl fachlich als auch persönlich. Neben seiner Tätigkeit als Projektleiter betätigt Benjamin sich aktuell auch in einem neuland-Lesekreis. Dort wird in kleinen Abschnitten ein gemeinsames (Fach-)Buch gelesen und sich dann alle 14 Tage darüber ausgetauscht und reflektiert, was gelernt wurde und was daraus für die Arbeit bei neuland mitgenommen wird. "Ich habe mit neuland den besten Arbeitgeber der Welt für mich entdeckt und würde die Firma voll und ganz weiterempfehlen. Hier wirst Du als Mensch gestärkt, nicht nur als Mitarbeiter:in."

"Puzzeln ist wie Meditation für mich."

Wenn Benjamin nicht bei neuland arbeitet, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie, "da bin ich richtig glücklich." Dabei wird viel zusammen gespielt, sowohl analog, als auch digital. "Wenn’s um’s Spielen geht, bin ich gefühlt nur gealtert, aber nicht älter geworden." Während Corona hat Benjamin das Puzzeln für sich entdeckt. Dabei kann er gut Stress abbauen und überschüssige Gedanken loswerden: "Da kommt man mega gut runter, das hat was Meditatives." Trotz täglicher (Homeoffice) Arbeit und viel Familienzeit, braucht Benjamin selten mal Zeit für sich ganz allein. Seine vielfältigen Interessen, wie Laufen gehen oder Klettern, macht er auch lieber im Team als allein. Das hilft ihm auch, um mal abzuschalten. "Seit Corona ist meine Arbeit auch gleich mein Privatleben. Mit Kindern ist die Homeoffice-Situation Segen und Fluch zugleich: Wir haben mehr Zeit miteinandern. Das kann aber auch sehr anstrengend sein an manchen Tagen." Aber neuland hat ihm bei der Zeiteinteilung eine flexible Gestaltung ermöglicht, wenn z.B. die Kinder betreut werden müssen. Und sollte es doch mal zu stressig werden: "Puzzeln hilft!"